Die wunde Stelle in der Pandemie
by ORF Online und Teletext GmbH & Co KG from news.ORF.at on (#5F0PQ)
Wie labil das Selbst sein kann, wenn es einmal in fremder Gestalt erscheint, wei man schon seit Franz Kafkas Verwandlung. Bei der Malerin Deborah Sengl tauchen seit je Tiere in vertrauten Menschenwelten und Menschenposen auf. Das mag verstoren. Die Pandemie hat ihre Bildwelten neu aufgeladen: Bei Sengl erkunden Tiere unseren Pandemiealltag. Und stranden in Situationen von Abschied, Distanz und Schmerz. So provokativ kalt, ja beangstigend Sengls Bilder erschienen sein mogen: Jetzt erkennt man, dass in diesen fremdartigen Bildwelten ein starker Kern der Empathie leuchtet.