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Erzählen gegen die Gewalt
Laura Freudenthaler zahlt zu den markantesten osterreichischen Autorinnen ihrer Generation. Ihr neuer Roman Iris ist eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie man von einer krisengebeutelten Gegenwart auf literarisch gultige Weise erzahlen kann. Die titelgebende Hauptfigur ist Schriftstellerin. Sie fuhrt ein prekares und unstetes Leben, in dem zwischenmenschliche Beziehungen Spiegel und zugleich Hoffnung der Zeit sind, in der sie lebt. Den allgegenwartigen Zerfallserscheinungen halt sie das Erzahlen entgegen: eine moderne Scheherazade, wie sie aus Tausendundeine Nacht, einem Klassiker der Weltliteratur, bekannt ist.
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